LIVE EARTH war eine weltumspannende Konzertreihe am 7. Juli 2007. Sie wurde zur bis dahin größten Benefiz- und Musikveranstaltung der Geschichte. Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom ehemaligen US-Vizepräsidenten und Umweltaktivisten Al Gore und vom Musikproduzenten Kevin Wall. Hat´s was gebracht?
Zu den erklärten Zielen der „Live Earth“-Bewegung gehört, den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2050 um 90 Prozent zu reduzieren. Doch es gab auch Kritik an der Mega-Konzertreihe, weil dabei tausende Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid produziert wurden.
Darauf hatten die Veranstalter bereits im Vorfeld mit dem Hinweis reagiert, der positive Effekt der weltweiten Kampagne wiege dies auf. Außerdem kamen sämtliche Erlöse der Initiative „Alliance for Climate Protection“ von Al Gore zu Gute.
Insgesamt, so eine Schätzung, wurden durch die Konzerte von Live Earth zwischen 60.000 und 110.000 Tonnen Kohlendioxid von allen Mitwirkenden - einschließlich Publikum, und Transporte - zusätzlich produziert. Angeblich wurden die CO2-Emissionen der Flüge der Musiker für das Konzert mit Zahlungen für Umweltprojekte kompensiert.
Die Umweltorganisation Greenpeace sah die Aktion insgesamt positiv, kritisierte aber das Engagement des Konzerns DaimlerChrysler, der mit seiner Automarke Smart als Sponsor auftrat: „Das ist reine PR und hat nichts mit dem Klimaschutz zu tun“, so Greenpeace-Klimaexperte Thomas Breuer.
Ein weiteres Ziel von Live Earth: Die Menschen sollen sich verpflichten, Politiker unter Druck zu setzen, persönlich Energie zu sparen, neue Bäume zu pflanzen oder nur von Firmen zu kaufen, die mithelfen, die Klimakrise zu lösen und eine gerechte und umweltverträgliche Welt zu schaffen. Ob Sponsoren des Events wie Pepsi, CocaCola, Microsoft, Absolut, Philips oder VeriSign dafür auch eintreten?
Ein paar Bühnenauftritte bei Live Earth findet ihr bei den Videos rechts.
Fotoauswahl der Konzertreihe:

