Als es kälter war

Eiszeit in der Steiermark
In vielen Epochen der Erdgeschichte war es viel kälter als heute. Vor rund 20.000 Jahren erreichte die Würm-Kaltzeit ihren Höhepunkt. Damals lag die durchschnittliche Temperatur rund 10 Grad unter der heutigen. Das reichte aus, um in großen Teilen der Steiermark riesige Eisflächen entstehen zu lassen. Diese Gletscher bedeckten v.a. die Täler der heutigen Obersteiermark und nur die höchsten Gipfel ragten noch aus diesem Eismeer. Städte wie Liezen, Murau oder Bad Aussee lagen rund 800-1000 Meter unter Eis. Das heutige Judenburg wäre damals genau am Ende des Murtal-Gletschers gelegen (der Exkursionsvorschlag bei den Downloads rechts führt euch zu den Zeugen dieser Epoche).
Die restliche Steiermark glich einer Tundra, wie man sie heute ganz im Norden Europas findet (siehe Fotos ganz unten).

Die Karte unten zeigt euch, wie es damals in der Steiermark ausgesehen hat (zum Vergrößern anklicken):  

Die letzten Jahrzehnte
Auch wenn es in der Erdgeschichte immer kältere und wärmere Zeiten gab, zeichnet sich die momentane Erwärmung durch eine hohe Geschwindigkeit aus. Ein Blick auf die Graphik unten zeigt seit Ende des 19. Jahrhunderts Temperatur-Anomalien, die in Österreich noch wesentlich stärker ausfallen als im globalen Mittel. Da der Alpenraum bis Ende des 19. Jahrhunderts eine sehr kalte Phase erlebte, stieg die Temperatur von1880 bis 2005 in Österreich um rund 1,7°C, global aber „nur“ 0,8°C.

In den vergletscherten Gebieten der Steiermark sah es vor 20.000 Jahren so aus wie heute in Grönland (Bild links). Die eisfreien Regionen glichen der heutigen Tundra (Bild rechts).

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