Folgen des Klimawandels in der Steiermark

Betrifft der Klimawandel nur weit entfernte Länder? Nein! Denn auch in der Steiermark kann es Probleme geben, wenn es noch wärmer wird. Wir zeigen euch hier einige Beispiele, die die Zukunft bringen könnte. 
 

Nimbo weiß ...In den nächsten Jahrzehnten kann es in der Steiermark um 2 Grad wärmer werden. An manchen Orten wird es mehr regnen, an vielen aber weniger.
Hmmmm !!


Schnee:
Die Steiermark hat viele Schipisten. Vor allem in der Obersteiermark. (Wo ist die Obersteiermark?) Deshalb kommen im Winter viele Besucher zu uns zum Schifahren. Wenn es wärmer wird, werden manche Schigebiete zu wenig Schnee haben, weil es dann regnet, statt zu schneien. Auch für die Schneekanonen kann es dann oft zu warm sein.

Permafrost:
In der Steiermark gibt es keine Gletscher auf den Bergen. Habt ihr aber gewusst, dass es auch im Berg Eis gibt? Im Hochgebirge bleibt nämlich die Temperatur im Boden das ganze Jahr über unter 0°C. Das ist bei uns oberhalb von 2500 Metern Seehöhe möglich.
Dieses Eis (man nennt es Permafrost) hält Berge oft wie Zement zusammen. In einer wärmeren Atmosphäre kann es aber genauso schmelzen wie Gletschereis, allerdings viel langsamer. Dadurch können dann Teile von Bergen einstürzen.
Bei den Videos rechts findet ihr ein Beispiel dafür, bei den Downloads rechts einen Versuch zum Nachbauen.

Wälder:
Jeder Baum hat eine Temperatur und Feuchtigkeit, bei der er sich wohlfühlt. Wird es wärmer und trockener, können Fichten absterben. Bäume brauchen viele Jahrzehnte, um zu wachsen. Wenn Förster nicht wissen, wie das Klima in 50 Jahren sein wird, wissen sie auch nicht, welche Bäume sie heute pflanzen sollen.

Naturgefahren:
Wenn es wärmer wird, wird es wahrscheinlich stärkere Gewitter geben. Starke Unwetter führen dazu, dass in kurzer Zeit mehr Wasser auf die Erde fällt. Das kann im Gebirge zum Abgang von Muren oder Erdrutschen führen. In den Tälern können Flüsse und Bäche übergehen und Hochwasser verursachen. Dazu könnt ihr auch einen Hochwasserversuch selber durchführen (siehe Downloads und Video rechts).

Wasser:
Im Winter wird es an einigen Orten mehr Niederschläge geben. Im Osten der Steiermark wird es aber weniger regnen. Schon heute herrscht dort Wassermangel. Deshalb wurde bereits eine 60 Kilometer lange Wasserleitung gebaut, die Wasser dorthin bringt.

Tiere & Pflanzen:
Wenn es im Gebirge wärmer wird, können Bäume auch weiter oben wachsen, wo es heute noch zu kalt für sie ist. Dadurch werden aber Tiere und Pflanzen, die über der Waldgrenze leben, verdrängt. Ein Beispiel ist das Schneehuhn, das bei weiterer Erwärmung gefährdet ist. Hier kannst du mehr darüber lesen.
Einige Pflanzen haben aber auch Vorteile, wenn es wärmer wird (siehe Video rechts).

Trockenheit:
Vor allem im Süd-Osten der Steiermark wird es immer trockener werden. Hier gibt es aber viele Felder und Äcker, die viel Wasser brauchen. Für Mais, Gemüse und Obst wird der Regen, der dort fällt, nicht mehr ausreichen. Bei den Downloads rechts gibt es ein einfaches Experiment dazu.

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Nimbas Tipp:
Bei den Downloads rechts findest du Kärtchen zum Ausschneiden, auf denen die Beispiele dieser Seite zu finden sind. Lege die Kärtchen auf einer Steiermark-Karte an die richtige Stelle. Wo könnten sie hinpassen?