Dass das Verbrennen fossiler Rohstoffe wie etwa Erdöl der Hauptverursacher des menschlichen Klimawandels ist, habt ihr sicher schon oft gehört. Beim Verbrennen entsteht Kohlendioxid (CO2), das dann als Treibhausgas die Atmosphäre erwärmt.
Doch wie kam das CO2 überhaupt ins Erdöl rein, das vor Millionen Jahren entstanden ist oder war es da gar nie drinnen? Wir blicken in die Erdgeschichte zurück!
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Erdölbildung
Erdöl entstand vor ca. 225-65 Millionen Jahren in geschützt gelegenen, flachen Meeresbuchten. So wie noch heute sanken damals abgestorbene Kleinorganismen, Bakterien und Algen, die man zusammenfassend als Plankton bezeichnet, auf den Meeresboden (Punkt 1 in der Graphik rechts). Über große Zeiträume entstanden so enorme Ablagerungen. Diese abgestorbene Biomasse, Sande und Tone bildeten unter Luftabschluss eine Faulschlammschicht aus.
Durch fortschreitende Sedimentation (Ablagerung) wurde diese Faulschlammschicht immer höher bedeckt und kam so in tiefere Bereiche der Erdkruste (2000-4000 m).
Unter dem hohen Druck, den die darüber liegenden Sedimente erzeugten, wurde der Faulschlamm in Gestein (Sandstein, Kalkstein) umgewandelt. In den Poren des Gesteins hat sich eine ölhaltige Substanz als Rest des Faulschlammes herausgebildet (2).
Zur Zeit der großen Erdbewegungen faltete sich die Erdkruste (3). Durch den Druck der aufliegenden Gesteinsmassen wurden Gas und Öl mobilisiert und wanderten in dem Wasser, das in den porösen Gesteinsschichten enthalten ist, so weit wie möglich nach oben.
Dieser Aufstieg endete an einer undurchlässigen Sperrschicht (4). In dem darunter liegenden Gestein sammelte sich in den Poren Erdgas, Erdöl und Salzwasser.
Als sich die horizontal liegenden Sedimentschichten durch erdinnere Kräfte kippten oder neigten, konnten sich abbauwürdige Konzentrationen von Gas und Öl bilden (5). Diese Lagerstätten können dann angebohrt werden (6).
CO2-Bildung
So weit, so gut. Doch wie kam nun das CO2 ins Erdöl? Also, das Treibhausgas Kohlendioxid ist natürlich nicht im Erdöl drinnen, es entsteht erst, wenn man das Öl verbrennt. Drinnen ist aber das C, also Kohlenstoff.
Kohlenstoffverbindungen bilden die molekulare Grundlage allen irdischen Lebens, also auch das der abgestorbenen Biomasse, die auf den Meeresboden fiel. Unter den oben genannten Bildungsbedingungen enstehen aus den biogenen Ablagerungen Kohlenwasserstoffe, die sich dann - umgewandelt - als Erdöl ansammeln.
Erst beim Verbrennen verbindet sich der Kohlenstoff (C) im Erdöl mit dem Sauerstoff (O2) der Luft zu Kohlendioxid (CO2) und der Wasserstoff im Erdöl mit dem Sauerstoff zu Wasser. Das dabei erzeugte Kohlendioxid ist dann jenes Treibhausgas, das uns und unserer Atmosphäre Sorgen bereitet.
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Bei den Videos rechts gibt´s dazu auch einen kurzen Film.
