Steven Chu - Hoffnungsträger?

Steven Chu wurde am 28. Februar 1948 in St. Louis, Missouri, USA) geboren und ist ein US-amerikanischer Physiker. Er erhielt 1997 den Nobelpreis für Physik - sein Hauptgebiet ist die Beeinflussung von Atomen mittels Lasern.
Im Kabinett des US-Präsidenten Barack Obama bekleidet Chu das Amt des Energieministers, welches er am 20. Januar 2009 übernahm.

Die Berufung zum US-Energieminister bedeutet einen Kurswechsel in der US-Klimapolitik. Chu ist nämlich bekennender Förderer alternativer Energien und eingefleischter Warner vor dem Klimawandel. „Allein die Technik wird nicht helfen, jeder muss persönlich einspringen, um das Problem des Klimawandels zu lösen“, meinte er unlängst.

Bekannt ist er auch für seine Warnungen vor einem drohenden Klimakollaps: So rief er Metropolen wie New York, London, Tokio oder Buenos Aires auf, über die Errichtung riesiger Schutzwälle nachzudenken - nur so könnten sie sich vor den Folgen des steigenden Meeresspiegels schützen.

Die Prognosen des Weltklimarats zur drohenden Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts sind aus Chus Sicht dahingehend noch viel zu vorsichtig. Er selbst fürchtet einen Anstieg von mindestens 6,1 Grad Celsius bis 2100. Den Regierungen weltweit wirft Chu vor, sie verhielten sich wie Hausbesitzer, die aus Geiz notwendige Reparaturen scheuten: Statt in die Reparatur fehlerhafter Elektroleitungen zu investieren und Brände so von vornherein zu verhüten, würden sie lieber Feuerlöscher kaufen.

Wir werden sehen, wie es mit dem bisherigen Klimasünder USA weitergeht.