Parkour

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Parkour ist eine relativ neue, aber schon sehr populäre Sportart. Mit David Belle hat alles angefangen, er ist der Begründer dieser Bewegung. Den Durchbruch hatte Parkour 2001 übrigens mit „Yamakasi“, einem von Kultregisseur Luc Besson gedrehten Film.

Parkour kann prinzipiell überall, sowohl in natürlichem wie auch in urbanem Umfeld praktiziert werden. Der Traceur, also der Parkour Runner, überwindet dabei alles, was ihm an Hindernissen in den Weg kommt. In einer urbanen Umgebung werden Pfützen, Papierkörbe, Bänke, Blumenbeete und Mülltonnen ebenso wie Zäune, Mauern oder Garagen übersprungen und überklettert. Extreme Traceure machen auch vor Hochhäusern und Hochhausschluchten nicht Halt.
Die Hindernisse selbst dürfen niemals verändert werden, weil es darum geht mit dem vorhandenem Umfeld zurecht zu kommen. Deshalb sind Kreativität, Einfallsreichtum und eine perfekte körperliche Verfassung ein absolutes Must!

Man kann Parkour nicht nur als Sportart, sondern auch als kreative Kunst sehen, die dabei hilft, die eigenen durch Körper und Umwelt gesetzten Grenzen zu erkennen und zu überwinden.
Hierbei ist es jedoch nicht erforderlich, sich gefährlichen oder waghalsigen Situationen auszusetzen. Die Philosophie von Parkour beinhaltet es, die Voraussetzungen für eine Technik abzuschätzen und dabei immer im Auge zu behalten, ob man diese Voraussetzungen erfüllt und die Situation gefahrlos meistern kann.

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Von den zahlreichen Techniken und Bewegungsabläufen, die beim Parkour zur Anwendung kommen, zeigen wir euch hier fünf Beispiele:

1.) Saut de Chat
... oder Katzensprung

Der Saut de Chat ist dem Hocksprung aus dem Turnen sehr ähnlich, wurde aber an die Bedürfnisse von Parkour angepasst.

2.) Saut de Bras
... oder Armsprung

Man springt an ein Objekt und landet in einer hängenden Position. Kann aus dem Stehen oder aus der Bewegung gesprungen werden. Die Beine erreichen das Objekt zuerst, um den Aufprall zu bremsen und ein sicheres, kontrolliertes Greifen der Hände zu ermöglichen.

3.) Saut de Precision
... oder Präzisionssprung

Ein Saut de Precision ist ein Sprung mit einer präzisen Landung, z.B. auf einer Stange oder dünnen Mauer/Kante. Für maximale Präzision und Kontrolle landet man nur auf den Zehen oder dem Fuß-Ballen.

4.) Roullade
... oder Rolles

Die Roullade wird nach Sprüngen eingesetzt, um die Fallenergie zu transferieren, oder auch um über Objekte zu rollen, oder auf/über Objekte zu springen (Hechtrolle). Sie ist eine der wichtigsten Bewegungen und sollte schon früh erlernt und trainiert werden.

5.) Tic TAC

Ist ein Hindernis zu instabil oder stimmt der Winkel, in dem man zum Objekt kommt, nicht, kann man sich mit dem Tic-Tac an einem anderen Objekt (z.B. Wand) abstoßen, um die nötige Höhe für die Überwindung des Hindernisses zu erlangen. 

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Watch out !
Der größte Gegner beim Parkour ist der eigene Leichtsinn. Gerade bei der Nachahmung von spektakulären Figuren ist Vorsicht geboten, denn es besteht große Verletzungsgefahr. Denke daran, dass die Profis sich ganz langsam, Schritt für Schritt einem speziellen Move annähern und ihn hunderte Male üben.
Bis Körper und Geist wirklich in Einklang sind, vergehen Jahre des harten Trainings. Das heißt: Übe immer unter Aufsicht eines erfahrenen Traceurs und verwechsle nicht Mut mit Selbstüberschätzung! 

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TIPP 1:
Auch in der Steiermark gibt´s schon Anhänger von Parkour. Wenn ihr vorerst klein anfangen bzw. „Parkour-Schnuppern“ wollt, findet ihr im Forum von www.leparkour-austria.at sicher Tipps oder Treffpunkte in eurer Nähe.

TIPP 2:
Kontakt zur Grazer Parkour-Szene findet ihr unter: parkour_graz@gentelmansclub.de