Österreichs Haushalte sind für rund ein Drittel unseres CO2-Ausstoßes verantwortlich. Eine der einfachsten Klimaschutz-Maßnahmen ist der Tausch von Glühbirnen gegen moderne Energiesparlampen. KlimaFit stellt die beiden im “Ring” gegenüber.
GLÜHBIRNE | ENERGIESPARLAMPE | |
60 Watt | Leistung | 11 Watt |
1000 Stunden (8 Monate) | Lebensdauer (bei 4 Stunden Betrieb pro Tag) | 10.000 Stunden (80 Monate) |
1 Euro/Lampe= 10 Euro für 10.000 Stunden | Anschaffungs-kosten | 7,5 Euro/Lampe= 7,5 Euro für 10.000 Stunden |
600 kWh | Verbrauch (in 10.000 Stunden) | 110 kWh |
102 Euro | Stromkosten (bei 17 Cent/kWh) | 18,7 Euro |
226 kg/Jahr | CO2-Rucksack | 41 kg/Jahr |
Einsparung (nur Strom) | 83,3 Euro (=82 %) |
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Erläuterungen zur Tabelle:
WATT,...
Das Watt (W) ist die Einheit für die Leistung und wurde nach dem schottischen Erfinder James Watt benannt. Die Leistung gibt die Änderung der Energie bzw. Arbeit pro Zeitintervall an. Daher kann ein Watt als ein Joule pro Sekunde dargestellt werden. 1 kW (Kilowatt) sind übrigens 1000 Watt. Wenn eine 40 W Birne 25 Stunden brennt, ist das ein Verbrauch von 1 kWh (Kilowattstunde) - einfach 40 x 25 rechnen = 1000 Watt = 1 Kilowatt).
10 x länger
Die Lebensdauer einer Energiesparlmape ist 10 mal länger als die der Glühbirne. Rechnet man mit 4 Stunden Betrieb pro Tag, dann hält die Energiesparlampe 80 Monate (das sind 6 ½ Jahre).
Teurer aber billiger?
Bei den Anschaffungskosten steht bei der Glühbirne ein Durchschnittspreis, die Energiesparlampe ist ein besseres Modell im Design einer herkömmlichen Lampe. Hier gibt es auch noch günstigere Modelle. Nach 10.000 Stunden sind die höheren Anschaffungskosten der Energiesparlampe längst wieder herinnen. Dazu kommt dann erst noch die eigentliche Stromersparnis.
CO2 - Rucksack
Durch die bei Erzeugung oder Betrieb verbrauchte Energie schleppen alle Produkte einen „CO2-Rucksack“ mit sich herum. Da Glühbirnen wesentlich mehr Energie verbrauchen, bedingen sie auch mehr CO2-Ausstoß.
Noch was:
Neben den oben genannten Vorteilen ist bei der Energiesparlampe die Lichtausbeute durchschnittlich fünfmal höher als bei Glühbirnen. Bei Glühbirnen werden nämlich nur 5% der verbrauchten Energie in Licht umgewandelt, der Großteil geht als Wärme verloren.
Nichts ohne Nachteil:
Energiesparlampen sind Sondermüll, da sie z..B. Quecksilber enthalten. Deshalb dürfen sie auch nicht in den Hausmüll geworfen werden!
Da sie aber weniger Strom brauchen, wird insgesamt jedoch sogar Quecksilber eingespart, da dieses auch bei der Stromerzeugung durch Kohlekraftwerke entsteht.
Auch sollte man sie nur dort verwenden, wo das Licht länger brennt. Für nur kurzzeitig genutzte Räume wie Keller, Speise- oder Abstellkammer sind sie nicht sinnvoll..
Fazit:
Die Vorteile überwiegen und wenn alle österreichischen Privathaushalte bei einem sinnvollen Umstieg zur Energiesparlampe mitmachen, könnte man damit zwei Kraftwerke in der Größe des Kraftwerks Freudenau einsparen.
Ein Verbot von herkömmlichen Glühbirnen in der EU ist deshalb in Planung.
