Seen

Auch wenn die Steiermark nicht das Seenland Österreichs ist, findet man doch 361 Seen mit einer Größe über einem Hektar in unserem Bundesland. Die Karte unten aus dem Schulatlas Steiermark zeigt euch die wichtigsten Seen der Steiermark und ihr Nutzung:

 

Dass Klimaveränderungen einen negativen Einfluss auf Seen haben können, ist bekannt. Bisher ging die Forschung von lokal auftretenden Witterungseinflüssen als vorrangige Ursache aus. Doch zeigte sich zunehmend, dass klimabedingte Änderungen in Seen auch über globale Wetteränderungen gesteuert werden.

Im Rahmen des Projektes CLIME (Climate Lake Impacts in Europa) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wurden 21 Seen in ganz Europa untersucht, darunter der Mondsee im oberösterreichischen Salzkammergut. Für ihn gibt es monatliche Temperaturaufzeichnungen seit 1968 und punktuelle Messungen, die bis in das Jahr 1848 zurückreichen.

Alpine Seen wie der Mondsee sind besonders gute Indikatoren für Klimaveränderungen Durch ihre relative Abgeschiedenheit können andere Auswirkungen von Umweltveränderungen wie beispielsweise Luftverschmutzung durch Emissionen von Industrieanlagen als Einflussfaktoren minimiert werden.

Im Fall vom Mondsee stellten die ForscherInnen in den tiefen Schichten von 1968 bis 2003 einen Temperaturanstieg von 0,2°C. Das entspricht für 100 Jahre einem Anstieg der Temperatur von 1°C.
Dadurch können sich mittelfristig die Sauerstoffverhältnisse im Tiefenwasser verschlechtern sowie die Mischungsvorgänge im Gewässer verändern. Beides hätte nachteilige Folgen für die Biologie der Seen, vor allem für die Fische.

Insgesamt stellte sich heraus, dass die Seen in Europa in den tiefen Schichten wärmer sowie die Zeiten, in denen sie mit Eis bedeckt sind, kürzer wurden.

Außerdem können durch erhöhte Seetemperaturen Flussbarsche, denen es in den alpinen Seen bisher zu kalt war, in diese vordringen und dort die Bestände von Elritzen und Seesaiblingen gefährden.



Die Badesaison verlängert sich allerdings durch höhere Temperaturen.